Die Pilotphase umfasst folgende Arbeitspakete:
P1: Testszenarien
Die Deutsche Nationalbibliothek und die SUB Göttingen führen unter Mitwirkung der GWDG und der IBM separate und gemeinsame Tests zur
Beurteilung des
Digital Information
Archiving System (DIAS) durch. Diese Tests umfassen unter anderem die Überprüfung von Lasten, Größenbeschränkungen und die
Fehlerbehandlung.
P2: Objektformat und Detailspezifikation
Die Deutsche Nationalbibliothek und die SUB Göttingen definieren ein Objektformat für das Einbringen und Verwalten der digitalen Objekte,
welches die Ansprüche beider Partner widerspiegelt und dessen Unterstüzung durch
DIAS-Core in der Entwicklungsphase realisiert werden soll. Die Deutsche Nationalbibliothek, die SUB
Göttingen und die IBM formulieren die Details der
Objektspezifikation und entwickeln einen verfeinerten Arbeitsplan für die Entwicklungsphase.
Die Entwicklungsphase umfasst folgende Arbeitspakete:
E1: DIAS-Core Basisentwicklung und Bereitstellung
Die GWDG ist für die Bereitstellung des erforderlichen Hardwareumfeldes in dieser Phase verantwortlich. Die Kernkomponente
DIAS-Core wird durch die IBM an die Anforderungen der Partner
insbesondere die kooperative Nutzung angepasst. Dazu gehört die Unterstützung des definierten Objektformats. Die Mandantenfähigkeit sichert einen
flexiblen und skalierbaren Zugriff auf das System. Der Fernzugriff lässt einen nicht ortsgebundenen Zugang eines Mandanten auf das System zu. Somit wird durch
Mandantenfähigkeit und Fernzugriff eine zukünftige Aufnahme neuer Teilnehmer ermöglicht.
E2: DIAS-Core Schnittstellenimplementierung
Die Partner Deutsche Nationalbibliothek und SUB Göttingen implementieren auf der Basis des DIAS-Core Software, die die Voraussetzung für ein
Überführen bestehender und zukünftiger Bestände sowie Zugriffe auf das Langzeitarchiv schafft. Diese äußeren Dienste sind
insbesondere zur Nachnutzung durch Dritte gedacht und deshalb an internationalen Standards ausgerichtet. Weiterhin ist eine Offenlegung des Quellcodes der
kopal-Tools geplant.
E3: Preservation Planning und Bitstream-Preservation
Die Partner IBM, Deutsche Nationalbibliothek und SUB Göttingen entwickeln unter Einbeziehung der KB ein tragfähiges Konzept zum Preservation Planning. Dabei geht es um die Erkennung der digitalen Objekte, die durch den technologischen Wandel bedingt in der Zukunft nicht mehr zugänglich sind. Das entwickelte Konzept soll innerhalb der kopal-Solution umgesetzt werden. Eine Grundlage dafür ist Bitstream-Preservation. Darunter versteht man das sichere und verlustfreie langfristige Erhalten von digitalen Objekten. Die dafür nötigen Speicher- sowie Migrations- und Emulationsstrategien werden von den Projektpartnern entwickelt.
E4: Exemplarische Übernahme bestehender Datenbestände
Sobald die nötige Hard- und Software-Infrastruktur besteht, spielen die Deutsche Nationalbibliothek und die SUB Göttingen eine Auswahl ihrer
vorhandenen Datenbestände ein. Ziel ist es, anhand einer Vielzahl von Objekten in verschiedenen Formaten die praxisnahe Nutzung der
kopal-Solution aufzuzeigen. Es soll zu nachnutzbaren Lieferungsverfahren von
digitalem Archivgut sowie Absprachen mit nationalen Zulieferern kommen.